Vliegbasis Volkel

Der Militärflugplatz Volkel in der Provinz Nordbrabant liegt zirka 20km von der Deutschen Grenze entfernt nahe der Stadt Uden, nordöstlich von Eindhoven.

Auch hier beginnt die Geschichte der Basis während der Besetzung der Niederlande durch die Wehrmacht. Der Flugplatz wurde errichtet, um Großbritannien mit Bombern und V1-Raketen anzugreifen. Während der alliierten Landung in Holland (Operation Market Garden) wurde Volkel vermehrt Ziel von Bombenangriffen, was schließlich zur Aufgabe der Basis durch die Luftwaffe führte.

Bis Kriegsende wurde der Platz nun von der Royal Air Force genutzt, bis er 1949 für knapp ein Jahr an die Flieger der niederländische Marine übergeben wurde. Im Jahre 1950 wurde Volkel schließlich zu einem Stützpunkt der niederländischen Luftwaffe (Koninklijke Luchtmacht, KLu), welche mit der Gloster Meteor hier stationiert wurde. Ihnen folgten die Muster Thunderstreak und Starfighter, bis 1982 die bis heute genutzten F-16 Jets in Dienst gestellt wurden.

Nach der zweiten Fighterbasis der KLu in Leeuwarden soll ab Mitte der 2020er Jahre auch Volkel von den hier stationierten F-16 auf die neuen F-35 Flugzeuge wechseln. Ab Mitte 2021 wurden dazu bereits alle noch genutzten F-16 nach Volkel verlegt und operieren hier als 312. & 313. Staffel.

Im Rahmen der nuklearen Teilhabe lagern die US-Streitkräfte eine unbekannte Anzahl an taktischen Kernwaffen auf dem Flugplatz. Der Einsatz dieser Waffen ist elementarer Bestandteil des Trainings der Piloten.


Flugbetrieb:

Der Flugbetrieb in Volkel teilt sich im Normalfall in eine Vormittags- und eine Nachmittagsrunde auf. Die erste wird meist zwischen 9:00 und 12:00 geflogen, die zweite zwischen 13:00 und 17:00. Genaue Zeiten variieren je nach Situation und Jahreszeit. In den Herbst- und Wintermonaten übt die KLu sehr intensiv den Nachtflug, sodass es in diesen Zeiten zu mehrwöchigen Verlagerungen des Flugbetriebs auf Nachmittag und Abend kommen kann.

Dos and Don‘ts:

Wie in den Niederlanden üblich, wird die Nutzung eines Flugfunkscanners geduldet. Auch ansonsten sind die Sicherheitskräfte in der Regel entspannt, solange man sich nicht am Zaun zu schaffen macht. Viele Spotter verbiegen regelmäßig den oberen Teil des Maschendrahtzauns, um besser zwischen Zaun und Stacheldraht hindurch fotografieren zu können. Wenn ihr das tut, biegt den Draht bitte hinterher wieder in seine Ausgangsform zurück.

Auch wenn die Sicherheitsmaßnahmen nach außen hin teilweise etwas schwach wirken, macht euch bitte Folgendes klar: In Volkel werden amerikanische Atomwaffen gelagert. Dementsprechend sind viele Patrouillen auf dem Gelände unterwegs. Haltet euch also bitte auch hier einfach an die grundsätzlichen Do’s und don’ts, auch wenn viele Personen um euch herum das vielleicht nicht machen.

Punkt 1 - Schärfplatte Ost

51°39'54.09"N     5°43'23.17"E

///wassersport.genanntes.angekommene
///spoonfuls.switch.rainbow

Vom Parkplatz am Spotterhügel erreicht ihr diese Stelle gut zu Fuß. Folgt dem Weg bis zum Zaun und folgt diesem dann nach rechts bis in die Ecke. Ihr befindet euch jetzt direkt hinter der Schärfplatte, auf der sich die Kampfjets bei Betrieb in Richtung 24 sammeln. Ihr benötigt hier eine mittelhohe Leiter, um freie Sicht auf die Maschinen zu haben. Auch Der Start auf der 24R kann hier schön eingefangen werden, allerdings habt ihr hier bei sonnigem Wetter fast den ganzen Tag Gegenlicht.

Brennweite: 50-300mm
Tageszeit: Schärfplatte ganztägig, 24R ganztägig Gegenlicht

Punkt 2 - Spotterhügel

 51°39'56.81"N     5°43'30.34"E

///befahrbar.schluchten.grundsätzen
/// solemn.ruin.regimes

Auch in Volkel gibt es einen Spotterhügel mit extra angelegtem Parkplatz. Ihr erreicht ihn, wenn ihr über die N264 kommt und direkt hinter dem Kreisverkehr rechts abfahrt. Der Parkplatz ist gepflastert und sehr groß und der Fußweg bis zum Hügel beträgt zirka 50 Meter. Auf dem Hügel benötigt ihr natürlich keine Leiter, habt aber aufgrund der Position im Norden das Problem, dass ihr bei gutem Wetter bis zum späten Nachmittag durchgehend Gegenlicht habt. Wenn ihr dies in Kauf nehmt, könnt ihr Aufrollen und Start auf der 24R sowie Landungen auf beiden Bahnen gut einfangen. Starts in Richtung 06 sind ebenfalls möglich.

Brennweite: 250 – 400mm
Tageszeit: Gegenlicht bis zum späten Nachmittag

Punkt 3 - RWY24 Approach & Takeoff

51°39'40.46"N     5°43'38.41"E

///untersucht.halbe.männliche
/// scarily.truthfully.correcting

Gegenüber des offiziellen Spotterhügels könnt ihr euch mit einer Leiter am Zaun postieren. Fahrt dazu über die N264 bis sich an der rechten Seite eine etwas größere Fläche am Feldrand (neben einer Baumreihe, die zum Zaun führt) befindet. Hier werden abgestellte Fahrzeuge geduldet, solange die Bauern noch auf ihren Acker kommen und ihr könnt an der Baumreihe entlang bis zum Zaun laufen. Ihr seht hier das gleiche, die von den ersten beiden Spots aus, nur eben auf der anderen Seite und dementsprechend mit Rückenlicht.

Brennweite: 300 – 600mm
Tageszeit: Ganztägig

Punkt 4 - RWY24 Abflug / RWY06 Final Distanz

51°38'43.43"N     5°41'11.57"E

///verfolgung.sonnigen.bewegungen
/// parity.unscathed.clutches

Hier steht ihr etwas südlich des Rastplatzes an der N264. Ihr könnt euer Fahrzeug an verschiedenen Stellen abstellen und euch auf die Suche nach einem passenden Spot machen. Durch viele Bäume in der Umgebung habt ihr an keiner Stelle kompletten Überblick über den An- und Abflugbereich, aber der Winkel ist bei entsprechender Brennweite deutlich besser als am Rastplatz.

Brennweite: 300 – 600mm
Tageszeit: bis zum späten Nachmittag

 

Punkt 5 - Rastplatz

51°38'47.89"N     5°41'9.72"E

///grundlinie.eine.raumordnung
/// cynical.earpiece.flattered

Wenn ihr der N264 nach Westen folgt kommt ihr direkt im westlichen Anflugbereich der Basis zu einem Rastplatz. Hier könnt ihr auch im Bereich zwischen der Straße und dem Zaun frei verteilen, denn meist werden in Volkel (zumindest für Landungen) beide Bahnen genutzt. Die landenden Maschinen sind sehr dicht über euch, hier sind tolle Aufnahmen möglich. Für den Start Richtung 24 ist dieser Spot nur bedingt geeignet, da die Jets schon recht hoch und genau über euch sind.

Brennweite: 80 – 400mm
Tageszeit: Gegenlicht ab dem Nachmittag in Anflugrichtung

 

Häufige Besucher in Volkel:

F-35 Kampfjets aus Leeuwarden kommen hin und wieder für Anflüge nach Volkel, halten sich aber meistens eher über der Nordsee auf. Wahrscheinlicher ist hier der Besuch von (Kampf-) Hubschraubern vom Stützpunkt Gilze Rijen oder C-130 Transportmaschinen aus Eindhoven.

Durch die Lagerung der US-Atomwaffen gibt es von Zeit zu Zeit Gelegenheit, amerikanische C-17 Globemaster zu sehen. Aber auch diese Besuche halten sich in ihrer Häufigkeit eher in Grenzen. Gleiches gilt für die AWACS- Flugzeuge der NATO aus Geilenkirchen, welche einige wenige Male im Jahr Anflüge in Volkel absolvieren.

Im Wechsel mit Leeuwarden und Gilze-Rijen finden in Volkel alle paar Jahre die Luchtmachtdagen statt, an der Verbände aus ganz Europa (und teilweise darüber hinaus) mit ihren Flugzeugen und Hubschraubern teilnehmen. Hier lohnt sich ein Besuch definitiv. 

Text: Sebastian Blind
Bilder: Sebastian Blind, Marc Rosenkranz

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