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MoD Boscombe Down –
Das RIAT bekommt eine neue Heimat

05.11.2026

Wie die Organisatoren des Royal International Air Tattoo gestern offiziell mitteilten, wird die größte Militärairshow der Welt zukünftig von RAF Fairford nach MoD Boscombe Down verlegt. Damit soll langfristig die Zukunft der Veranstaltung gesichert werden, nachdem die Airshow in Fairford in diesem Jahr bereits abgesagt werden musste.

Der bisherige Standort Fairford wird außerhalb der Airshow hauptsächlich von der US Air Force für den Einsatz der U-2 Dragon Lady sowie für regelmäßige Bomber-Deployments mit B-52 oder B-1 genutzt. Dies führte in den vergangenen Jahren zu immer größeren Problemen und Einschränkungen für die Planer der Airshow. Seit Anfang dieses Jahres kommt mit dem Krieg im Nahen Osten jedoch ein ganz neues und deutlich größeres Problem hinzu. So wurde Fairford von März bis Oktober für Einsatzflüge mit B-1 und B-52 genutzt, weshalb auch die diesjährige Veranstaltung im Sommer abgesagt werden musste. Die Bomber sind mittlerweile zwar wieder abgezogen, doch niemand kann wirklich abschätzen, wie die Lage im kommenden Juli, geschweige denn in den nächsten Jahren, aussehen wird. Vor diesem Hintergrund erscheint es verständlich, nach möglichen Ausweichstandorten Ausschau zu halten, um die Zukunft des Events langfristig zu sichern.

MoD Boscombe Down ist, wie die Bezeichnung MoD bereits vermuten lässt, kein Standort der Royal Air Force, sondern ein Flugplatz des britischen Verteidigungsministeriums, der hauptsächlich für die Flugerprobung genutzt wird. Er liegt rund eine Autostunde südlich von Fairford und bleibt damit auch weiterhin gut von Ballungsräumen wie beispielsweise London oder Bristol aus erreichbar. Außerdem bietet der Standort ausreichend Platz für eine Veranstaltung dieser Größenordnung.

Auch für Spotter – zumindest für die älteren unter uns – ist der Standort als Veranstaltungsort nicht ganz unbekannt. So fand dort 1992 mit dem Air Tournament International eine äußerst interessante Airshow statt, die laut einigen Quellen die zweitgrößte Flugschau des Jahres hinter dem RIAT gewesen sein soll. Dazu lassen sich online zahlreiche interessante Bilder und Videos finden. Inwieweit diese Aufnahmen heute noch Rückschlüsse auf die Fotomöglichkeiten, die Positionierung der Besucher auf dem Gelände oder ähnliche Aspekte zulassen, lässt sich allerdings nur schwer einschätzen. Schließlich kann sich auch an einem militärischen Flugplatz innerhalb von mehr als 30 Jahren einiges verändern.

Somit schließt sich nach rund 40 Jahren das Kapitel Fairford und ein neues, hoffentlich ähnlich erfolgreiches Kapitel in der Geschichte der größten Militärflugschau der Welt beginnt. Wir hoffen, dass der Standortwechsel langfristig wieder Planungssicherheit schafft und die Organisatoren durch eine möglichst gute Positionierung der Besucher auch am neuen Standort für attraktive Fotomöglichkeiten sorgen.

Text: Marc Rosenkranz
Bilder: Marc Rosenkranz

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