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Anfang vom Ende der deutschen Sea Lynx

07.04.2026

Die Marineflieger in Nordholz präsentierten kürzlich eine neue Sonderlackierung auf der 83+02, die gleich zwei Anlässe aufgreift: 45 Jahre Sea Lynx bei der Bundeswehr sowie den bevorstehenden Abschied von diesem Hubschraubertyp. Nachdem die „02“ bereits beim Tiger Meet 2024 in Jagel mit einer auffälligen und viel beachteten Tigerlackierung zu sehen war, handelt es sich bereits um die zweite Sonderbemalung dieser Maschine innerhalb kurzer Zeit. Das aktuelle Design dürfte spätestens beim Tag der Bundeswehr im Sommer, der unter anderem in Nordholz stattfindet, einer breiten Öffentlichkeit präsentiert werden.

Nahezu zeitgleich hat jedoch auch die Ausphasung der Sea Lynx begonnen, die bis Ende 2026 abgeschlossen sein soll. Mit den Maschinen 83+17, 83+06 und 83+13 wurden in den vergangenen Tagen bereits die ersten drei Hubschrauber nach Großbritannien überführt. Ähnlich wie zuvor bei der Sea King gehen die Maschinen offenbar an das Unternehmen HeliOps in Somerton (UK). Von dort aus wurden in den vergangenen Jahren bereits mehrere – allerdings überwiegend ehemalige Royal Navy – Hubschrauber nach einer Überholung an die Ukraine weitergegeben. Übereinstimmenden, wenn auch bislang unbestätigten Medienberichten zufolge sollen auch die deutschen Sea Lynx diesen Weg nehmen.

Ersetzt wird die Sea Lynx durch den NH90 Sea Tiger, der sich derzeit im Zulauf befindet. Wie sein Vorgänger ist auch der Sea Tiger für den Einsatz als Bordhubschrauber auf Fregatten vorgesehen und verfügt über Fähigkeiten zur U-Boot-Jagd. Gleichzeitig markiert er nach mehr als vier Jahrzehnten Sea Lynx einen deutlichen Technologiesprung innerhalb der deutschen Marineflieger.

Text: Marc Rosenkranz
Bilder: Marc Rosenkranz

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